Sehr geehrte Jägerhaus-Gäste
Am 4.Advent, den 18. Dezember 2011
feiern wir unsern Jahres-Abschluss im Jägerhaus
Eine Symbiose von Urzeit und Moderne
Wir erwarten unsere Gäste um 10:30 Uhr im Max Böhlen Museum zu einem Leckerbissen ganz besonderer Art.
Anschliessend an die Darbietungen verwöhnen wir Sie mit einem Apéritif und gehen dann ins Restaurant zum Advents-Menu
Menu
Feine Blattsalate mit gebratenen Gambas, Kräuterdressing und Trüffelöl
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Maronensüppchen mit Buttercroûtons und Rosenkohlblättern
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Geschmorter Kalbs-Tafelspitz auf Wurzelgemüsen und
Steinpilzsauce, dazu gebratene Bündner- Bramata-Taler
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Parfait von der Zartbitterschokolade mit
erfrischendem Quittensorbet
Das ganze Event mit Apéro und Menu kostet Euro: 75.-
Wenn Sie bei diesem festlichen Anlass dabei sein wollen, bitten wir Sie um frühzeitige Anmeldung.
Auf ein baldiges Wiedersehen mit Ihnen freuen wir uns!
Ihr Jägerhaus-Team
Pete Kaupp und Jon Canclini - Didgeridoo und Lyrik
-Eine Symbiose von Urzeit und Moderne-
Kann das aufgehen, kann das zusammen passen: urzeitliche Musik und moderne Lyrik? Und wie es das kann! Denn beide, das Didgeridoo und das Gedicht, haben ihren Ursprung in unserer Seele, in unseren Erfahrungen, sind somit in unserer menschlichen Vergangenheit miteinander verwandt.
Während die Musik des Didgeridoo die Urzeit nicht verlassen hat, nicht verlassen musste, noch immer die Empfindungen der Menschen seit tausenden von Jahren unverändert wiedergibt, hat sich die Sprache verändert, sich in dieser langen, eigentlich kurzen Zeit den ständig wechselnden Gewohnheiten der Menschen angepasst. Beides zusammen erzeugt im Wechselspiel eine grosse Spannung. Keine plagende, keine zerreissende Spannung, sondern eine innere, intensive Spannung zwischen gestern und heute.
Hier die manchmal leise, langsam zum Crescendo anschwellende, die erzählende, dann wieder die klagende oder auch die fröhliche Musik der Aborigines, die uns in eine andere Welt, in eine Zeitreise in menschliche Ursprünge versetzt, die uns erahnen lässt, welche natürlichen, uns verloren gegangenen Sinne diese Menschen leiten.
Dort das Wort, das uns manchmal ebenfalls leise, öfters auch fordernd, doch immer mit Feingefühl und einer wohltuenden Direktheit den Spiegel unserer heutigen Welt, also von uns selbst, entgegenstreckt, uns aber nicht zwingt, in ihn zu schauen. Doch kaum einer, der sich nicht darauf einlässt. Kaum einer, der darin nicht zumindest einen Teil von sich selbst erkennt.
Pete Kaupp hat sein Didgeridoo-Spiel dort gelernt, wo es noch heute gelebt wird. Er wurde aufgenommen, von Meistern eingewiesen, aufgeklärt. Ihm wurde vertraut. Deshalb lebt auch er es, sein Spiel, seit vielen Jahren. Nur so kann es von seinen Zuhörern verstanden werden, kann es auch empfunden werden, kann es uns öffnen.
Jon Canclini berührt seine Zuhörer mit seinen Gedichten. Neben zahlreichen Lesungen und Veröffentlichungen haben sie seit dem Jahr 2003 Eingang in die Bibliothek deutschsprachiger Gedichte gefunden. Auch im Standardwerk für Neue Lyrik der Frankfurter Bibliothek des zeitgenössischen Gedichts zählt er zu den Autoren.
Musik und Worte verbinden sich. Ein Abend mit Pete Kaupp und Jon Canclini lässt uns lächeln, lachen, nachdenken, verstehen, vielleicht sogar (über uns selbst?) den Kopf schütteln, lässt uns also leben, öffnet unsere Sinne und lässt uns an menschlichem Schaffen freuen.
Peter Kaiser, Arbon
PDF Flyer
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